PSYCHOTHERAPIE

Sich jemandem anzuvertrauen, wenn man alleine nicht weiter kommt - das erfordert einen mutigen Schritt und einen guten "Draht" zum Gegenüber. Bei einem ersten, unverbindlichen Gespräch erhalten wir einen Eindruck davon, ob wir als Klient*in und Therapeutin gut zusammen arbeiten und miteinander in eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung starten können.

 

Der Begriff Beziehung spielt in der Gestalttherapie eine wichtige Rolle. Denn viele Situationen, die uns herausfordern, haben mit zwischenmenschlichen Beziehungen zu tun. Genau genommen damit, wie wir mit uns selbst und mit den anderen im Kontakt sind. Themen einer Gestalttherapie können daher beispielsweise die Beziehungen zu Eltern, Partner*innen oder Kindern sein.

 

Sich anderen gegenüber nicht zu verstellen, sondern sich so zeigen zu können, wie man ist - oder vielmehr, dies erst einmal herauszufinden: Wie bin ich denn? - das ist ein wesentlicher Teil von Gestalttherapie, wie ich sie verstehe. Aber wie geht das, so zu sein oder zu werden, wie man ist? Wie geht das, sich echt und stimmig zu fühlen, wohl in der eigenen Haut - und auf die ganz individuelle Art und Weise mit den ganz eigenen Ressourcen und Bordmitteln zu arbeiten?

 

Wie umgehen mit Themen wie Ängsten, Trennung, Erschöpfung oder Krankheit?

 

Lassen Sie uns Antworten auf diese Fragen suchen. Behutsam, Schritt für Schritt und in Ihrem Tempo - weil es wichtig ist, erst einmal wieder sicheren Boden unter den Füßen zu haben und sich seinen inneren Kompass zurückzuholen.

 

Ich biete Ihnen an, die Gespräche draußen und in Bewegung zu führen. Kommen Sie mit?

Werden, wie man ist

Veränderung geschieht, wenn jemand wird, was er ist − nicht wenn er versucht, etwas zu werden, das er nicht ist.

Arnold R. Beisser

 

Menschen verändern sich nicht, indem sie sich in jemand verwandeln, der sie gerne wären – sondern, indem sie sich gut kennen lernen und zu dem werden, der sie sind. Indem sie herausfinden, wie sie selbst ticken und wie sie mit ihren eigenen Bordmitteln zufrieden werden können. 

 

Indem sie auch die Seiten an sich zulassen, die sie eigentlich nicht haben wollen. Denn die ungeliebten Anteile sind ja nun einmal da. Das Dagegen-Ankämpfen kostet viel Energie. Was versteckt wird, kehrt trotz aller Kraftanstrengung in schöner Regelmäßigkeit zurück und sagt: "Hallo! Da bin ich wieder! Ich möchte ernst genommen werden!" Durch das Anfreunden mit den ungeliebten Anteilen verlieren diese ihre Macht.

 

Indem wir uns immer wieder fragen, wie wir die Dinge angehen und ob wir alternativ handeln könnten, übernehmen wir Verantwortung für uns selbst. Wenn wir versuchen, unsere Emotionen wahrzunehmen – dann können sie uns unsere Orientierung, unseren inneren Kompass, zurückgeben. Wenn wir versuchen, uns selber zuzuhören, uns selbst zu sehen und ernst zu nehmen, dann können wir auch von anderen gesehen und ernst genommen werden. So, wie wir sind.

Offene Gestalten binden Energie

Ungeklärter Streit, abgebrochene Beziehungen oder unerledigte Handlungen sind Beispiele für offene Gestalten, die einen ganz schön beschäftigen und lähmen können.

 

Diese Vorgänge wollen abgeschlossen und damit "rund" gemacht werden - offene Gestalten wollen geschlossen werden. Daher der Begriff Gestattherapie.

 

Je mehr unabgeschlossene Aufgaben jemand mit sich herumträgt, desto weniger zufrieden wird sie oder er wahrscheinlich sein. Alles, was als zusätzliche Aufgabe hinzukommt, ruft: "Stopp! Überforderung!".

 

In der Therapie schauen wir deshalb auf Offenes, Unerledigtes, Vermiedenes - schauen, welchen Umgang Sie im Jetzt damit finden können und ob jetzt Handlungsalternativen bestehen.

Der Kontakt-Begriff

Kontakt ist der zentrale Begriff in der Gestalttherapie: Die Art und Weise, wie Menschen mit sich selbst und mit anderen in Kontakt gehen und wie sie ihre Beziehungen zu anderen gestalten, kann Probleme und Konflikte verursachen.

Wie aber stellt man Kontakt zu sich selbst und zu anderen her? Wie vermeidet und unterbricht man den Kontakt - und was passiert dann?

 

Auch Therapeut*in und Klient*in gehen auf besondere Weise miteinander in Kontakt. So benenne ich als Therapeutin z. B., was ich wahrnehme und wie etwas auf mich wirkt, und stelle Ihnen dies zur Verfügung. Im geschützten Raum lade ich Sie dazu ein, Ihr eigenes Erleben weiter zu erforschen.

 

Diese Arbeitsweise, die eigene Person als eine Art Werkzeug zu verwenden, macht das Besondere an der Person der Gestalttherapeut*in aus.

Therapeutische Haltung

Hinter Gestalttherapie steht eine besondere therapeutische Haltung aus Wertschätzung und Wohlwollen: Was jetzt nicht mehr recht passen will, war früher oftmals eine gute Lösung und verdient es nicht, jetzt verurteilt zu werden. Therapeutische Gespräche sollen dabei unterstützen, den eigenen Weg zu finden und Herausforderungen selbst zu lösen - mit einer Therapeut*in, die verlässlich an Ihrer Seite bleibt.

Carmen Ullrich-Nolte

Coaching und Psychotherapie

 

 

Mitglied DVG - Deutsche Vereinigung für Gestalttherapie

Breitenfelder Straße 32

20251 Hamburg

Telefon 0174. 190 34 66

mail(at)ullrich-nolte.de

www.ullrich-nolte.de